Umweltschutz bei EUROGATE
Umwelt- und Ressourcenschutz hat bei EUROGATE eine hohe Priorität. In den letzten Jahren sind zahlreiche Maßnahmen ergriffen worden, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens stetig zu verkleinern. Und so werden wir auch in Zukunft permanent daran arbeiten, unsere Umweltbilanz zu verbessern.
Informationen zu den einzelnen Errungenschaften finden Sie hier
Containerbrücken
Die von EUROGATE eingesetzten Containerbrücken nutzen ein kluges System, um Energie zu sparen. Beim Absenken der Last sowie beim Bremsen des Führerhäuschens - genannt „Katze“ – wird Energie frei. Seit Mitte der 80er Jahre arbeiten Ingenieure daran, diese Energie zu nutzen. Heute nun verwendet EUROGATE eine Technologie, die 20 - 25% der Gesamtenergie zurück ins Netz speist und somit für andere Verbraucher weiter zur Verfügung steht. Das sorgt für eine Verminderung des C02-Ausstoßes von circa 4.000t jedes Jahr.
Effiziente Energienutzung im Büro
Wenn es ums Energiesparen geht, dann sind auch die Büros gefragt. Durch eine Serverkonsolidierung in Hamburg ersetzen heute zwei große Servergeräte 50 kleine. Dadurch wird die verfügbare Rechnerleistung besser genutzt und somit erspart EUROGATE der Atmosphäre 80.000kg CO2 jährlich. Dieses Konzept wird demnächst auch in Bremerhaven umgesetzt.
In Teilbereichen der EUROGATE Gruppe – nämlich bei REMAIN - sind wir sogar noch weiter gegangen und haben virtuelle Desktops geschaffen. Bei diesem System konzentriert sich die Rechnerleistung für alle Mitarbeiter auf wenigen hocheffizienten Rechnern und der Energiebedarf verringert sich enorm. Der Einbau einer neuen Klimaanlage im Hamburger Rechenzentrum reduziert den CO2-Ausstoß ab 2010 um weitere 110t jährlich.
Effiziente Wärmegewinnung
Bei der Stromerzeugung in normalen Kraftwerken gehen 67% der eingesetzten Energiemengen als Abwärme verloren. Effizienter ist es daher, diese Abwärme gleich zur Beheizung und Warmwasserbereitung zu nutzen. EUROGATE hat deshalb schon 1987 ein Blockheizkraftwerk auf seinem Bremerhavener Terminal installiert, durch das die Büros und Werkhallen mit Strom und Wärme versorgt werden. Durch einen Wirkungsgrad von 90,6% spart EUROGATE somit die Hälfte (57%) der sonst nötigen Primärenergie ein.
Seit 2006 betreibt EUROGATE in Bremerhaven zudem ein Holzhackschnitzelheizwerk. In diesem wird zerkleinertes Stauholz in nützliche Wärme umgewandelt. Stauholz schützt große, sperrige Maschinen in den Containern vor Beschädigungen. Nachdem die Waren sicher im Hafen angekommen sind, kann das Holz aufgrund der individuellen Passform nicht weiter verwendet werden. Somit nutzt EUROGATE hier nicht nur Holz als einen nachwachsenden Rohstoff, sondern gleichzeitig ein Abfallprodukt.
Seit 2008 ist auf dem Terminal in Hamburg ein weiteres Holzhackschnitzelheizwerk in Betrieb.
Außerdem hat EUROGATE Technical Services Bremerhaven seit 2007 vierzehn Wärmepumpen in Betrieb genommen. Diese beheizen und kühlen verschiedene kleine, dezentrale Bauten auf dem Gelände, die nicht über Fernwärme versorgt werden können.
Hafeninterner Transport
Für den Containerumschlag setzt EUROGATE auf seinen Terminals Straddle Carrier ein, auch bekannt unter dem Begriff Portalhubstapler. Diese Fahrzeuge können die Container aufnehmen und bis zu vier Stück übereinander stapeln. Verständlich, dass das energieaufwändig ist. Doch dem Profitcenter Fahrzeugtechnik von EUROGATE ist es in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern der Straddle Carrier gelungen, den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch kontinuierlich zu senken. Heute liegt er für eine Betriebsstunde schon ein Drittel unter dem Vergleichswert von vor 15 Jahren. Die ursprünglich dieselhydraulisch angetriebenen Fahrzeuge wurden Stück für Stück durch diesel-elektrische Fahrzeuge ersetzt. Dadurch konnte auch der Ölverbrauch gesenkt und die Gefahr von Ölunfällen verringert werden. EUROGATE gibt sich aber mit dem Erreichten nicht zufrieden. Das Ziel ist es, den Kraftstoffverbrauch in den nächsten Jahren, um weitere 15 % pro Betriebsstunde zu reduzieren. So arbeitet EUROGATE u. a. an einer schrittweisen Reduzierung der Motorleistung und untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Hybrid- und Wasserstoffantrieben. Ab September 2009 werden dafür in Bremerhaven bereits die ersten beiden Geräte mit SuperCaps eingesetzt.
In einem weiteren Forschungsvorhaben arbeitet EUROGATE an der Entwicklung eines Seilbahn-Transportsystems. Damit könnten die Container auf bestimmten Strecken energieeffizient durch die Luft transportiert werden, wofür bisher noch lange LKW-Fahrten mit hohem Kraftstoffbedarf notwendig sind.
Auch für den Personentransport im Hafen nutzt EUROGATE innovative Fahrzeugtechnik. So sind in Bremerhaven seit Juli 2008 dreizehn Fahrzeuge auf Flüssiggasnutzung umgestellt worden. In den nächsten zwei bis drei Jahren werden zehn Weitere folgen. Flüssiggas verbrennt deutlich schadstoffärmer als Benzin oder Diesel. Die CO2-Emissionen sinken um 15%, die Emission von Stickoxiden sogar um das fünf-fache.
Papier-Nutzung im Büro
Seit Juni 2009 hat EUROGATE sein internes Papier auf Recyclingbasis umgestellt. Somit können viele hundert Bäume jedes Jahr weiter wachsen, die fast eine halbe Million Kilogramm CO2 binden. Viel wichtiger aber ist: Ein Stück Lebensraum für Tiere, Pflanzen, Pilze und Mirkoorganismen bleibt erhalten, der Boden bleibt geschützt, der Wasserkreislauf bleibt stabil und die Luft wird schadstoffgefiltert. Außerdem ist die Zellstoffherstellung aus Holz sehr chemikalien- und energieaufwändig. Wird dagegen Altpapier als Basis genutzt, entfällt dieser Arbeitsschritt und es kann die 8 – 10fache Menge an Energie, Trinkwasser und Chemikalien eingespart werden. Hinzu kommt noch, dass der Rohstoff „Altpapier“ vor der Haustür entsteht, während 80% des Papierholzes aus Russland, Kanada oder Skandinavien stammen. So entfallen lange Transportwege und kostbare Energieressourcen bleiben erhalten, Klima und Atmosphäre bleiben geschont.
Um gleichzeitig den Gesamt-Papierverbrauch um 30% zu reduzieren hat die EUROGATE IT alle Drucker auf doppelseitiges Drucken umgestellt.
Umweltpartnerschaft
Der EUROGATE Container Terminal Hamburg ist seit dem 23.03.2009 Umweltpartner der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt vergibt diese Anerkennung an Unternehmen, die freiwilliges Umwelt-Engagement zeigen. Der Hamburger Terminal zeichnet sich durch fortschrittliche Technologie in den Containerbrücken und Straddle Carriern aus. Doch auch Gebäudemodernisierung und energieeffiziente IT-Nutzung tragen zum Umweltschutz bei. Insgesamt reduzierte sich die CO2-Emission des Terminals in den letzten drei Jahren um fast neun Millionen Kilogramm jährlich.