Hamburg, 21. November 2008 – Die Modernisierung der Kaimauer des EUROGATE Container Terminals Hamburg in Waltershof geht in die dritte und letzte Phase. Den symbolischen 1. Rammschlag für den Kaimauerbau am 3. Bauabschnitt lösten am heutigen Freitag Axel Gedaschko, Hamburgs Senator für Wirtschaft und Arbeit, Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority, und Emanuel Schiffer , Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung aus. „Ohne eine Erweiterung von Hafen- und Verkehrsinfrastruktur läuft Hamburg Gefahr, von der Entwicklung der globalen Verkehrströme abgehängt zu werden und damit seine großen Chancen auf ein weiterhin dynamisches Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum durch den Hafen zu verspielen“, betonte Senator Gedaschko.
Die Hamburg Port Authority (HPA) investiert insgesamt rund 16 Millionen Euro in den Ausbau des 3. Bauabschnitts, davon entfallen 13 Millionen Euro allein auf die Kaimauer. „Die Optimierung und Modernisierung bestehender Hafenanlagen ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur“, so HPA-Geschäftsführer Jens Meier. Um den Bau zügig durchführen zu können und den Baulärm gering zu halten, setzt die HPA bei diesem Projekt auf den Einsatz von Klappankern und vorgefertigten Stahlgründungselementen. Die Anlieferung des Baumaterials erfolgt überwiegend über den Wasserweg, um den Terminalbertrieb möglichst wenig zu behindern. Der dritte, 205 Meter lange Liegeplatz am Predöhlkai verschafft Eurogate die Möglichkeit, zwei neue Containerbrücken aufzubauen und die Abfertigung der Containerschiffe flexibler zu gestalten.
Die Arbeiten an der Modernisierung der Kaimauern des EUROGATE Container Terminals Hamburg haben Anfang 2004 begonnen. Das Projekt beinhaltet die Sanierung von insgesamt 900 Meter Kaimauer, mit dem Ziel, die Anlage für die Abfertigung der neuen Klasse der Großcontainerschiffe zu rüsten. In 2005 wurde zunächst Liegeplatz 1, in 2007 dann Liegeplatz 2 in Betrieb genommen. Der insgesamt 700 Meter lange Kaimauerabschnitt ist mit zehn leistungsfähigen Containerbrücken ausgestattet, die allesamt 23 Containerreihen an Deck eines Schiffes überspannen können. Die Arbeiten am 3. Bauabschnitt werden jetzt in Angriff genommen. Wie bei den anderen Bauabschnitten, wird die Kaimauer um 35 Meter vorgezogen und das Hafenbecken auf eine Soll-Tiefe von 16,7 Metern ausgebaggert. Mit der Modernisierung des 3. Bauabschnitts endet das Projekt. Fertigstellung ist in 2010.
Im Zuge der Sanierung der Kaimauer werden Betriebsgebäude verlagert und Flächen neu befestigt, um notwendige, neue Stellplätze für den reibungslosen Containerumschlag zu schaffen. Emanuel Schiffer: „EUROGATE hat in die gesamte Liegeplatz-Modernisierung mit 900 Metern Kaimauer insgesamt 350 Millionen Euro investiert. Dadurch können wir die Umschlagskapazitäten im Hamburger Hafen erheblich erhöhen. Zu den Investitionen in Containerbrücken und Flächen kommen auch Investitionen in Hochwasserschutz und Entwässerungsanlagen hinzu. Seit mehreren Jahren arbeiten wir daran, jede Ecke des Terminals in produktive Fläche umzuwandeln und so die bestehenden Möglichkeiten zu nutzen. Mit dem Abschluss der Modernisierungsarbeiten sind die Potentiale ausgeschöpft. Dann benötigen wir dringend die Westerweiterung in Richtung Petroleumhafen.“
"Trotz der derzeitigen Finanzkrise bleibt der Hamburger Hafen aller Voraussicht noch knapp auf Wachstumskurs. Wir müssen diese aktuelle Atempause nutzen, um die derzeitigen Engpässe in der Umschlags- und Verkehrsinfrastruktur des Hafens zu beseitigen und uns für künftige Boomjahre zu rüsten“, so Axel Gedaschko.
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