Bremen, 12. Juli 2007 +++ Der Eichenweg-Tunnel ist nach Einschätzung von BLG, EUROGATE, NTB und MSC Gate die beste Variante für eine leistungsfähige Autobahnanbindung der Bremerhavener Überseehäfen. BLG-Chef Detthold Aden und Emanuel Schiffer, BLG-Vorstand und Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung, Harrry Mohns, Geschäftsführer MSC GATE, und NTB-Geschäftsführer Gerhard Wahlers mahnen zur Eile. Trotz des sehr hohen Anteils der Feederschiffe und der Bahn von zusammen rund 75 Prozent im Zu- und Ablauf der Bremerhavener Terminals nehme im Zuge der anhaltend zweistelligen Wachstumsraten bei Containern und Autos auch der Lkw-Verkehr entsprechend weiter zu und werde sich in weniger als 10 Jahren verdoppeln.
Aden: „Wir haben mit dem Containerterminal einschließlich CT4, dem erweiterten Autoterminal und dem bevorstehenden Ausbau der Kaiserschleuse sehr leistungsfähige Anlagen, um das Wachstum zu bewältigen und weitere neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Chancen, die mit diesen hohen Investitionen verbunden sind, müssen wir nutzen. Die Verzögerung einer leistungsfähigen Autobahnanbindung gefährdet die Entwicklung Bremerhavens.“
„Bei den Abwägungen einer zukunftsfähigen Verkehrsführung ist die Lösung zu wählen, die für die Anwohner am verträglichsten, schnell realisierbar, für den Steuerzahler am günstigsten und für alle Beteiligten am sinnvollsten ist. Das ist unserer Ansicht nach eindeutig der Eichenweg-Tunnel“, so Emanuel Schiffer. „Das Wachstum in den Seehäfen wird sich auch auf der Strasse bemerkbar machen. Daher benötigen wir dringend im Interesse aller Beteiligten eine auch in Zukunft tragfähige Lösung.“
Gerhard Wahlers: „Die großen Containerreeder treffen ihre Hafenentscheidungen nicht allein aufgrund der Terminalkapazitäten, denn der beste Terminal ist nicht besser als seine Zu- und Ablaufverkehre. Wenn die Qualität nicht gesichert ist, sucht sich die Ladung andere Wege.“
„Einige Containerreeder suchen bereits im Mittelmeer nach Alternativen zu den teils überlasteten Nordseehäfen. In Bremerhaven ist dieses Problem zurzeit noch nicht so deutlich. Das ist ein Wettbewerbsvorteil, der nicht durch zögerliche Entscheidungen bei der Autobahnanbindung verspielt werden darf“, sagt Harry Mohns, Geschäftsführer von MSC Gate dazu.
Eine Nordumgehung Bremerhavens halten die Hafenmanager für unrealistisch, denn die Lkw-Fahrer würden aus Zeit- und Kostengründen nicht die 10 Kilometer längere Route zur Autobahn wählen. Deshalb sei die Nordumgehung keine Lösung des Problems Cherbourger Strasse. Gegen ein Trogbauwerk spreche die lange Bauzeit von 30 Monaten und die damit verbundene Lärmbelastung für die Anwohner.
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