Wilhelmshaven, 25. April 2006 +++ EUROGATE hat heute gemeinsam mit der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG und der APM Terminal International B.V. auf einer Pressekonferenz in Wilhelmshaven sein Konzept für den Betrieb des Containerterminals des deutschen Tiefwasserhafens vorgestellt. Bereits gestern wurde in einer Pressemitteilung die Gründung der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven angekündigt, an der die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, mit 70 %, die Maersk A/S, Kopenhagen/Dänemark, vertreten durch APM Terminals, mit 30 % beteiligt sind. Der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven wird als common user-Terminal betrieben und steht allen Reederei-Kunden offen. Die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven wird 350 Millionen EURO in das Projekt investieren.
„EUROGATE ist sehr erfreut darüber, den Zuschlag für die Betreiberschaft des Containerterminals JadeWeserPort erhalten zu haben. Mit Maersk (APM Terminals) haben wir einen kompetenten Partner, der wesentlich zu dem Erfolg der Unternehmung beitragen wird“, sagt Emanuel Schiffer, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung. „Der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven ist die perfekte Ergänzung zu unseren bestehenden Anlagen in Bremerhaven und Hamburg. Bei einem durchschnittlichen Wachstum der Containermengen von jährlich 10 % in den deutschen Nordseehäfen gehen wir für 2010 von einem Gesamtvolumen von circa 18,0 Mio TEU aus. Der JadeWeserPort-Terminal wird seinen Anteil daran haben und ist für die zahlreichen Schiffe der nächsten Generation konzipiert. EUROGATE ist der einzige Terminalbetreiber, der in der Lage ist, seinen Kunden innerhalb der nächsten vier Jahre zehn neue Liegeplätze an der Nordsee in Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg anzubieten.“
Thomas Eckelmann, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung, sagt: „Der Containerterminal Wilhelmshaven bedeutet mit Sicherheit einen Wachstumsschub für die Region um Wilhelmshaven, unter anderem auch durch die Ansiedlung ergänzender Unternehmungen. Bereits in der Vergangenheit hat das EUROGATE/Contship Italia-Netzwerk an den Beispielen Gioia Tauro und Cagliari gezeigt, daß wir über weitreichende Erfahrungen im Aufbau von Containerterminals, besonders auch im Transshipment-Bereich, haben. Wir sind sicherlich der richtige Partner für dieses Projekt und werden alles Notwendige zum Erfolg beitragen.“
Kim Fejfer, CEO, APM Terminals International B.V., sagt: „Gemeinsam mit unserem Partner EUROGATE werden wir den JadeWeserPort-Containerterminal zu einer erstklassigen Umschlagsanlage entwickeln. Unseren Kunden wird ein moderner Containerterminal zur Verfügung stehen, der die Anforderungen an das zukünftige Wachstum des deutschen und zentraleuropäischen Containermarktes abdeckt.“
Das Konzept setzt sich im wesentlichen aus folgenden Komponenten zusammen:
1. Sicherung der Mengenentwicklung
Entscheidend für den Erfolg des Containerterminals ist die Sicherung der Mengenentwicklung. Mit Maersk konnte EUROGATE die mit Abstand größte Reederei der Welt als Partner gewinnen. EUROGATE pflegt bereits seit 1999 eine gute Partnerschaft mit Maersk durch das gemeinsame Joint-Venture NTB – North Sea Terminal Bremerhaven. Außerdem bestehen enge Kontakte zu allen anderen TOP-Reedereien. Der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven steht allen Reedereien offen. Die Anlage wird eine Umschlagskapazität von 2,7 Mio. TEU haben.
2. Aufbau eines Feeder-Netzwerks
Der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven wäre kein europäischer Main-Hub für Transshipment ohne ausgedehntes Feeder-Netzwerk nach Skandinavien und ins Baltikum. EUROGATE hat mit allen Feeder-Reedereien Vorgespräche geführt. Diese werden zusammen circa 95 % der zu erwartenden Feeder-Mengen abdecken.
3. Hinterland-Anbindungen per Bahn und LKW
Wilhelmshaven wird in das Netz von boxXpress.de einbezogen, an dem die 100%-ige EUROGATE-Tochter, EUROGATE Intermodal GmbH, zu 38% beteiligt ist. Weitere Erklärungen führender Bahnoperateure liegen vor.
Direkt auf dem Terminalgelände wird auf 75.000 m² eine Verladestation mit fünf Kränen für den kombinierten Verkehr entstehen, die auch von anderen Verladern in Wilhelmshaven und in der Region genutzt werden kann. Die Station soll über sechs Ladegleise verfügen. Für 2010 ist eine Kapazität von circa 140.000 Ladeeinheiten geplant.
4. Sekundär-Dienstleistungen
EUROGATE-Tochtergesellschaften aus dem cargomodalen Bereich werden zum Containerumschlag ergänzende Dienstleistungen anbieten. So werden EUROCARGO Container Freight Station and Warehouse (Container-Packstation), ReMain Container Depot and Repair (Containerwartung und –reparatur), und SWOP Seaworthy Packing (seemäßige Verpackung) eine Niederlassung in Wilhelmshaven aufbauen.
5. Terminalorganisation
EUROGATE wird in Wilhelmshaven das gleiche Terminalsystem wie auf seinen Umschlagsanlagen in Bremerhaven und Hamburg einsetzen: ein Van Carrier-System. EUROGATE hat mit diesem System hervorragende betriebliche Erfahrungen hinsichtlich Kosten, Produktivität und Umweltfreundlichkeit gemacht. An den vier Liegeplätzen ist der Einsatz von insgesamt 16 Post-Panamax-Containerbrücken und 68 4-hoch Van Carriern geplant.
6. Personalkonzept
Das Personalkonzept des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven sieht die Schaffung von 1.000 neuen Arbeitsplätzen vor. Bereits in 2008/2009 soll die Ausbildung der Mitarbeiter an den EUROGATE-Terminals beginnen. Im gewerblichen Bereich plant EUROGATE die Qualifizierung und den Einsatz von Langzeitarbeitslosen, ähnlich wie an den anderen Umschlagsanlagen. Ähnlich wie in Bremerhaven und Hamburg werden die gewerblichen Mitarbeiter in festen Teams organisiert werden.
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